Müllen bekommt den Naturkindergarten

Große Freude im kleinsten Ortsteil über die Standortwahl

Naturkindergarten Hobbit
Der Hobbit, wie er seit kurzem in Friesenheim steht
Foto: Dierk Knechtel

NEURIED. Der geplante Naturkindergarten wird im Ortsteil Müllen stehen. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig am Mittwoch. Es handelt sich um eine Fläche am Waldrand im Südosten Müllens unweit der Schutter.

Der Betrieb des Naturkindergartens wurde der Mehr Raum für Kinder gemeinnützige GmbH (MRK) mit Sitz in Waldkirch übertragen. Das gab Bürgermeister-Stellvertreter Ralf Wollenbär bekannt. Marko Kaldewey und Michael Discher von der Betreiberfirma waren in der Ratssitzung zu Gast. Bevor der Standortbeschluss fiel, präsentierten sie kurz ihr Unternehmen und gingen auf den Müllener Standort ein.

Dort wird ein zwölf mal knapp vier Meter großer Wagen aufgestellt, der “Hobbit”. Dazu gesellt sich ein kleiner Hobbit, der als WC-Wagen dient. In Friesenheim hinter der Sternenberghalle haben Kaldewey und sein Team vor kurzem eine solche Kombination in Betrieb genommen. Die MRK als Träger der Einrichtung werde Eigentümer der Wagen bleiben und sie durch einen Betriebkostenzuschuss der Kommune finanzieren, sagte Kaldewey.

Die Nutzung der Grundstücke werde über Gestattungsverträge (nicht Pachtverträge) geregelt, so Kaldewey weiter. Hilde Wurth-Schell, Ortsvorsteherin von Müllen sagte, ein Grundstück gehöre Hans Mild. Er ist Landwirt und Ortsvorsteher von Dundenheim. Mild habe seine Zustimmung zur Nutzung bereits gegeben. Die andere Fläche soll der Pfarrpfründestiftung der Erzdiözese Freiburg gehören. Diese habe ebenfalls Zustimmung signalisiert.

Wurth-Schell (Liste Umwelt und Leben) zeigte sich erfreut und dankbar für die Standortentscheidung, die von allgemeinem Applaus begleitet war. Tobias Uhrich, designierter Bürgermeister, gratulierte dem Rat und den anwesenden Müllenern. Er hatte sich während seines Wahlkampfes für den Standort stark gemacht. Uhrich wohnte der Sitzung als Zuschauer bei.

Dierk Knechtel
Dierk Knechtel