Wanderer, gehst du nach Pietra Ligure

Harald Rudolfs Reiseführer zu Offenburg und Pietra Ligure | Italienisch und Deutsch Seite an Seite gespiegelt

Jess Haberer _ Harald Rudolf _ Marco Steffens
Freuen sich über den Reiseführer "als gelebte Städtepartnerschaft": Jess Haberer, Auto Harald Rudolf, Offenburgs Bürgermeister Marco Steffens (v.l.)
Foto: überlassen von der Stadt Offenburg

ORTENAU. Druckfrisch liegt der erste zweisprachige Reiseführer zu Pietra Ligure und Offenburg vor: OB Marco Steffens würdigte das Werk von Harald Rudolf und Übersetzerin Annalisa Di Luca gegenüber der Presse als „Zeugnis einer gelebten, sehr intensiven Städtepartnerschaft“. Für Jess Haberer gibt es „nichts Vergleichbares“.

Haberer, der mit zahlreichen Auftritten „seiner“ Stadtkapelle in Ligurien den Kontakt zwischen beiden Städten intensiviert hat und als Motor der Partnerschaft gilt, erinnerte an die Vertragsunterzeichnung 2007. Seither gebe es bis zu 25 Begegnungen pro Jahr – wenn nicht ein weltweit auftauchender Virus den Austausch zum Stocken bringe. Er sei Harald Rudolf sehr dankbar, dass der Journalist und Schriftsteller die Idee eines Reiseführers aufgegriffen und mit dem vorliegenden 184-Seiten-Werk erfolgreich umgesetzt habe. Die Stadt, die Kulturstiftung und ein privater Sponsor haben sich finanziell beteiligt.

Die Städtepartnerschaft wird ebenso thematisiert wie die Umgebung der beiden Kommunen. Zur Sprache kommen die Attribute der Städte, Essen und Trinken, Lebensart sowie besondere Ereignisse wie Fastnacht, Oberrheinmesse und Weihnachtsmarkt in Offenburg oder das Blumenfest, die „Gastronomica“ oder der „Confuoco“ in Pietra Ligure. Das Buch, das im Tellaro-Verlag erschienen ist, 12,90 Euro kostet und in den Buchhandlungen sowie im Bürgerbüro erhältlich ist, kann zudem als Sprachschule verwendet werden: Während links der deutsche Text steht, findet sich auf der rechten Seite die italienische Übersetzung – Seite an Seite.

Für Oberbürgermeister Steffens handelt es sich um etwas „ganz Besonderes“, das gerade in Coronazeiten an Bedeutung gewinne. Dass während der Pandemie das Grenzgefühl zwischen den einzelnen europäischen Staaten wieder auftauchte, sei hart gewesen. Um so schöner und wichtiger der Reiseführer, der „die richtige Antwort gerade in der heutigen Zeit“ präsentiere, nämlich die Einheit in der Vielfalt. Der Rathauschef hatte an Pfingsten Pietra Ligure erneut besucht und damit auch ein Zeichen setzen wollen und um Verständnis füreinander geworben. Dabei gehe der Austausch über die Tourismusebene hinaus und finde auch auf der Arbeitsebene seinen Niederschlag. Gerade in Sachen Vermarktung könne Offenburg von den Italienern noch einiges lernen. Vorstellbar sei auch eine engere Zusammenarbeit in der Gastronomie.

Pressemitteilung der Stadt Offenburg

Dierk Knechtel
Dierk Knechtel